Proof of Concept

Proof-of-Concept (POC) ist eine Übung, bei der es darum geht, festzustellen, ob eine Idee in die Realität umgesetzt werden kann. Ein Proof-of-Concept soll die Machbarkeit der Idee bestimmen oder sicherstellen, dass die Idee wie vorgesehen funktioniert.

Es wird manchmal auch als Beweis des Prinzips bezeichnet.

Ein Proof-of-Concept soll weder die Marktnachfrage nach der Idee untersuchen noch den besten Produktionsprozess bestimmen.

Der Fokus liegt vielmehr auf der Prüfung der Realisierbarkeit der Idee. Den an der Proof-of-Concept-Übung Beteiligten wird die Möglichkeit geboten, das Entwicklungs- oder Baupotenzial der Idee zu erkunden.

In der Softwareentwicklung würde beispielsweise ein Proof of Concept zeigen, ob eine Idee aus technologischer Sicht realisierbar ist. Für Startups würde ein Proof-of-Concept die finanzielle Tragfähigkeit belegen.

Die Entwicklung eines Proof-of-Concept erfordert im Allgemeinen einige Zeit- oder Ressourceninvestitionen, z.B. die Unterstützung von Technologien oder erforderlichen physischen Komponenten. Durch Durchlaufen dieses Prozesses können Unternehmen jedoch die Rentabilität einer Idee bestimmen, bevor sie Ressourcen auf Produktionsebene hinter eine nicht getestete Idee stellen.

Der Wert des Proof-of-Concept

Durch die Entwicklung eines Proof-of-Concept kann ein Product Owner potenzielle technische und logistische Probleme identifizieren, die den Erfolg beeinträchtigen könnten. Darüber hinaus bietet es einem Unternehmen die Möglichkeit, internes Feedback zu einem vielversprechenden Produkt oder einer vielversprechenden Dienstleistung einzuholen. Gleichzeitig werden unnötige Risiken und Risiken reduziert, und es besteht die Möglichkeit für die Beteiligten, frühzeitig im Entwicklungszyklus Entscheidungen über das Design zu treffen.

Die Einzelperson oder das Team, die bzw. das diesen Prozess durchläuft, kann dann einen erfolgreichen Proof of Concept verwenden, um Stakeholder, Manager oder Investoren davon zu überzeugen, dass es sich lohnt, die Idee weiter zu verfolgen.

Schritte zum Erstellen eines Proof-of-Concept

Viele Branchen, darunter die Branchen Software, Hardware, Arzneimittelforschung, Fertigung, Wissenschaft und Technik, verwenden den Proof-of-Concept-Prozess, um Ideen zu verfolgen, bevor sie für weitere Tests und schließlich für die Produktion in großem Maßstab genehmigt werden.

Ein Proof-of-Concept-Plan könnte sich mit der Frage befassen, wie das vorgeschlagene Produkt oder die vorgeschlagene Dienstleistung die organisatorischen Ziele oder sonstigen geschäftlichen Anforderungen unterstützt, obwohl dieser Schritt nicht das Hauptziel des POC ist.

Der Proof-of-Concept-Prozess sollte Folgendes umfassen:

  • Klar definierte Erfolgskriterien;
  • Dokumentation, wie der Proof of Concept durchgeführt wird;
  • Eine Bewertungskomponente; und
  • ein Vorschlag, wie man vorankommt, sollte sich der POC als erfolgreich erweisen.

Die Entwicklung eines solchen Plans ist ein wichtiger Schritt, um zu bestimmen, wie ein geplantes Produkt oder eine Dienstleistung letztendlich an Benutzer mit der geringsten Anzahl von Fehlern geliefert wird.

Proof-of-Concept gegen Prototyp

Obwohl die Begriffe „Proof-of-Concept“ und „Prototyp“ häufig synonym verwendet werden, handelt es sich um unterschiedliche Prozesse, die unterschiedliche Ergebnisse erzielen und unterschiedlichen Zwecken dienen sollen.

Wenn ein Proof of Concept bestimmen soll, ob eine Idee in die Realität umgesetzt werden kann, soll ein Prototyp diese Idee in eine abgespeckte Version des Endprodukts verwandeln, die auf Benutzerfreundlichkeit, Funktionalität und Design getestet und bewertet werden kann. Von einem Prototyp wird nicht erwartet, dass er alle Merkmale und Funktionen eines marktreifen Produkts aufweist, und es wird auch nicht erwartet, dass er die gesamte Verwendbarkeit oder Ästhetik eines Endprodukts enthält. Stakeholder wie Projektmanager und Führungskräfte sowie potenzielle Investoren erhalten einen Entwurf, wie das Endprodukt aussehen könnte.

Mithilfe eines Prototyps können Hersteller auch bestimmen, wie das Produkt am besten entwickelt werden kann, wenn es für einen endgültigen, marktreifen Artikel in die Serienproduktion übergeht.

Ein Minimum Viable Product (MVP) setzt ebenfalls einen erfolgreichen Proof of Concept voraus. Das MVP ist eine frühe Version des beabsichtigten Endprodukts, ist jedoch vollständiger entwickelt als ein Prototyp. Der MVP kann verwendet werden, um seine Marktfähigkeit und Verwendbarkeit bei potenziellen Benutzern oder Kunden zu testen.

Mit freundlichen Grüßen

J.O. Schneppat